Tagebuch

 

 

Dieses Tagebuch beginnt mit der Geburt von Jazzy und wird über unser neues Abenteuer, nämlich das Zusammenleben mit zwei Hunden berichten. 

Die Eltern:                                                                           

Boomer vom Hohen Stein und Fortuna-Czara z Gwiazda Sirius    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


27.06.2009

Dolina-Jazzy vom Hohen Stein wurde geboren.        

                                                                                                                                                              

 

19.07.2009

Drei Wochen später....... 

             

 

 

 24.07.2009

 Besuch in Hof bei Jazzy und ihren Geschwistern.                                     

 

                       

 

22.08.2009

Zusammen mit Ilka holen wir Jazzy ab. Nach fünfstündiger Autofahrt, die sie dank Ilkas Souveränität toll  gemeistert hat, kommen wir wohlbehalten zu Hause an. Ilka, nun etwas genervt von dem Energiebündel, deckelt sie erst einmal. Jazzy hat`s sofort kapiert und verhält sich entprechend. Nach diesem anstrengenden, ereignisreichen Tag sind wir alle geschafft. Und so wird es eine ruhige Nacht und wir können bis um 6 Uhr am nächsten Morgen durchschlafen.

23.08.2009

Den Tag haben wir bei schönstem Wetter weitgehend im Garten verbracht. Der erste Familienbesuch ist da und mit den Nachbarn hat sie sich auch bereits angefreundet. Jazzy zeigt keine Spur von Fremdheit. Fast ist es so, als sei sie immer hier gewesen.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

24.08.2009

Mit jedem Tag, man könnte auch sagen mit jeder Stunde, rückt sie näher an Ilka. Das ist faszinierend zu beobachten. Es sieht so aus, als hätte Ilka Klein-Jazzy inzwischen adoptiert.

Heute steht die nächste Autofahrt an. Es geht zum Kennen lernen auf unseren Hundeplatz in Ilkas Beschäftigungsgruppe. Die großen, gut sozialisierten Hunde beeindrucken sie schon mächtig. Aber Ilka und Frauchen geben ihr Sicherheit und dem Trainer wird gleich mal durchs Gesicht geleckt :-)

 25.08.2009

Ohne Worte..............................                                  

                                           

 26.08.2009

Wieder ein aufregender Tag für Jazzy. Vormittags ging`s zum Hundeplatz in Ilkas Agilitygruppe. Wieder neue "erwachsene" Hunde. Aber alle freundlich. Die meiste Zeit des Trainings hat sie entweder auf Frauchens Arm oder im Stoffkennel schlafend verbracht. Auch heute wieder keine Spur von Angst oder Unsicherheit. Nachmittags kam Besuch von einer Hundefreundin mit Benno, Ilkas Freund. Der große Benno war durch unsere Wilde Hummel leicht verunsichert. Das hat Jazzy aber nicht davon abgehalten, ihm immer wieder vor die Nase zu laufen.  Bei Ilka nimmt sie sich nun auch immer mehr Freiheiten raus. Aber die erträgt es geduldig (noch).  

 27.08.2009

Heute war mal ein ruhiger Tag ohne besondere Vorkommnisse. Hausarbeit war dringend zu erledigen. Dabei haben beide Hunde geholfen. Mit dem Erfolg, dass Frauchen manche Dinge doppelt machen musste. Nachmittags stand noch ein Besuch bei der Oma an. Wieder eine Autofahrt, die aber dank einer Transport-Gitter-Box völlig problemlos verlief. Autofahren scheint Jazzy zu mögen. Ganz besonders, wenn Ilka neben ihr sitzt.

 28.08.2009

Der Tag begann mit einem Spaziergang auf Ilka`s Haus- und Hofstrecke. Quer durch Feld und Wald. Natürlich musste Jazzy immer hinter Ilka her und so blieb es nicht aus, dass sie einen Graben übersah, der voller Brennesseln stand. Also - Hund taucht in Brennessel ab und Frauchen muss mit nackten Armen die Kleine retten. Schmerz lass nach..............................Der arme Hund musste sich anschließend immer unter dem Bauch jucken, Frauchen brannten Hände und Arme. Und das den ganzen Tag über und die folgende Nacht hindurch.

Am Nachmittag war dann zum ersten Mal die Welpenspielstunde in der Hundeschule. Ohne Scheu hat sie von Beginn an mit den anderen Welpen getobt und sich weder durch fliegende Tücher, Raschelfolie etc. irritieren lassen. Sie hatte einfach nur Spaß.

Nachdem wir wieder zu Hause waren, ist bei Ilka ein Knoten geplatzt. Jazzy hat es geschafft, dass Ilka wieder zu einem ganz jungen Hund wurde. Die Beiden haben getobt, sich in Blumenbeeten gewälzt ( nicht so schön, aber wir haben`s nicht unterbrochen ) und miteinander geschmust. Anschließend waren sie platt, haben sich nur noch auf den Teppich fallen lassen und geschlafen. 

 

29.08.2009

Natürlich hat sie auch heute wieder eine neue Erfahrung machen müssen. Es war Markttag in unserem Stadtteil und somit eine gute Gelegenheit, das Treiben aus sicherer Entfernung zu beobachten. Keine Ilka dabei - nur Frauchen. Das fand sie zwar nicht so toll, ist aber trotzdem prima an der Leine mitgelaufen. Sie war aber schon froh, als der Bummel zu Ende war. Beim gemeinsamen Nachmittagsspaziergang ist sie dann noch in einen Bach gefallen. Nicht tief, der Bach ist eher ein Rinnsal. Trotzdem hat sie sich zunächst erschrocken. Aber doch nicht so sehr, als dass sie nicht wieder durchwaten würde. Leckerchen sei dank.

 

30.08.2009 bis 5.09.2009    

Wie im Fluge  ist die zweite Woche vergangen. Inzwischen hat sich so etwas wie ein geregelter Tagesablauf eingespielt. Die Nächte sind erfreulicherweise ruhig, so dass wir bis morgens um 6 Uhr durchschlafen können. Aber dann geht gleich die Post ab. Das kleine Powerpaket fegt durch die Wohnung und Ilka muss schon am frühen Morgen als Spielpartner herhalten. Ein ruhiges Frühstück ist für uns zur Zeit nicht möglich. Da wird einem schon mal der Schlappen geklaut und in den großen Zeh gebissen. Aber natürlich gab es auch in der vergangenen Woche viel für Jazzy zu erleben. So ist sie erstmals Straßenbahn gefahren und hat dabei staunend auf Frauchens Schoß gesessen. Spaziergänge durch Feld, Wald und Parks standen auch auf dem Programm. Ebenso wie der Welpentreff. Hier hat sie sich wieder mit den anderen Welpen vergnügt und brav kleine Übungen absolviert. Leider klappt das Üben zu Hause nicht so - mit zwei Hunden ist das gar nicht so einfach. Der eine will immer bei dem anderen sein. Da muss schon mal die Leine zu Hilfe genommen werden und eine der Beiden angebunden werden. Sicher ist auch das eine Frage der Zeit, bis sich alles eingespielt hat.


Schließlich muss auch das an der Leine laufen geübt werden.  Zusammen mit der Großen geht das gar nicht. Also heißt es, mit Jazzy allein losziehen. Das findet sie überhaupt nicht lustig. Will sie doch immer ihr großes Vorbild dabei haben. Im Freilauf klappt alles Bestens. Sie passt bereits im zarten Alter von 10 Wochen auf, dass ihr Rudel zusammen bleibt. Wehe, es kommt jemand vom rechten Weg ab. Da wird sie ganz unruhig. Sie ist eben ein Hütehund. Schauen wir mal, wie die Entwicklung in der nächsten Woche weitergeht.


06.09.2009 bis 12.09.2009

Jazzy hat auch in der letzten Woche viel Neues entdecken können. Wir hatten Besuch von einer netten Familie, die unsere PONs kennen lernen und einiges über die Rasse erfahren wollte. Der neunjährige Sohn hat mit Beiden im Garten getobt und Ilka und Jazzy haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Natürlich kam während der Woche noch mehr Besuch, der manchmal lautstark, aber trotzdem freudig begrüßt wurde. Wieder haben wir eine Straßenbahnfahrt unternommen, was Jazzy im Berufsverkehr am Endhaltepunkt mit Busbahnhof nicht so toll gefallen hat. Aber schließlich muss der kleine Hund in diesem Alter vieles kennen lernen. Bei einem Tierparkbesuch, verbunden mit einem schönen Waldspaziergang, konnte sie viele neue Gerüche aufnehmen. Weil Ilka einen Impftermin beim Tierarzt hatte, haben wir gleich die Gelegenheit genutzt und Jazzy vorgestellt. Ohne Behandlung, nur ein wenig abtasten, in die Ohren schauen und streicheln konnte sie gleich eine positive Erfahrung machen. Die Leckerchen im Anschluss taten ein Übriges.

Frühmorgens geht es jetzt bei uns schon viel entspannter zu. Unglaublich schnell hat Jazzy sich an unseren Rhythmus gewöhnt und lässt auch brav Frauchens nackte Füße in Ruhe :-)   Täglich machen wir kleine Übungen zur Leinenführigkeit (klappt noch nicht so gut), Sitz und Platz und "Schau". Daran hat sie richtig Spaß, was ja kein Wunder ist - gibt es doch immer ein Leckerchen. Freitags beim Welpentreff hat sie getobt, so dass man aufpassen musste, dass sie nicht völlig überdreht. Seit drei Wochen lebt sie nun mit uns und man kann sagen, dass sie so gut wie stubenrein ist. Weil das Wetter die ganze Zeit über schön war, konnten alle Türen in den Garten offen stehen bleiben, so dass sie immer allein rauslaufen konnte. Sicher wird noch das ein oder andere Malheur passieren, aber da können wir gut mit umgehen.

13.09.2009 bis 19.09.2009

Diese Woche war nicht sonderlich spektakulär. Das tägliche Spielen und Toben mit Ilka ist zu einem Ritual geworden. Einmal morgens und einmal am Nachmittag wird ausgiebig geschmust und getobt. Täglich waren wir mindestens einmal an wechselnden Orten kurzzeitig spazieren. Nicht immer zu Jazzy`s Vergnügen. Während sie in Parks entspannt an der Leine läuft, ändert sich dies, sobald wir in Straßennähe kommen. Da ist sie noch mächtig unsicher und will am liebsten flüchten. Aber aus der Erfahrung mit Ilka`s Welpenzeit wissen wir, dass auch der Straßenverkehr im Laufe der Zeit akzeptiert wird. Da muss man einfach geduldig sein und dem kleinen Hund Zeit lassen. Darum trainieren wir das täglich in recht kurzen Sequenzen. Heute haben wir zu viert einen Stadtbummel gemacht und mussten dabei an einem Straßenmusikanten vorbei. Ilka nahm`s gelassen - Jazzy hat es gar nicht gefallen. Erst ein Eis hat sie überzeugt, dass auch ein Stadtbummel seine guten Seiten hat. Natürlich hat sie nur den Rest des Eisbechers auslecken dürfen. So haben wir den Stadtbesuch positiv beendet. Wir gehen äußerst selten in die Stadt - aber wenn, dann gibt es im Sommer ein Eis und im Winter eine Bratwurst. Damit haben wir bei Ilka gute Erfahrungen gemacht. So kommt sie gerne mit - weiß sie doch, dass es zum Abschluß etwas Schönes gibt :-)

Jazzy ist nun schon seit vier Wochen bei uns, hat sich gut eingelebt und in Ilka ein tolles Vorbild (meistens jedenfalls). Einige Dinge mussten völlig neu organisiert werden und es ist ziemlich anstrengend, wenn ich als einzelne Person mit angeleintem erwachsenem Hund u n d Welpen unterwegs bin. Ich bin aber zuversichtlich, dass auch das in naher Zukunft besser werden wird.

Besonders schön und  geruhsam ist es bei uns immer am Abend, wenn beide Hunde aneinandergekuschelt zu unseren Füßen liegen und schlafen. Bei dem Anblick geht einem glatt das Herz auf.......................

 

20.09.2009 bis 31.10.2009

 

In der Zwischenzeit hat Jazzy mächtig an Größe und Gewicht gewonnen. (Sie neigt gelegentlich auch ein wenig zum Größenwahn. Da fühlt sie sich stark - stürmt auf ein "ETWAS" los und zieht sich zurück, sobald das "ETWAS" näherkommt.)  Sie ist jetzt gut vier Monate alt, hat einiges gelernt - zeigt aber auch neue Verhaltensweisen. So hat sie beispielsweise einen unglaublich starken Wachtrieb. Nichts, keine Bewegung und kein Geräusch entgeht ihr. Da wird geknurrt und sofort lautstark gemeldet, was von uns durchaus nicht immer erwünscht ist. Dummerweise steckt sie damit auch Ilka an (logisch - Rudelverhalten), so dass, wenn es an der Tür klingelt immer erst Jazzy anschlägt und die früher ruhige Ilka voll in das Gebell einstimmt. Also doppelte Lautstärke. Nun arbeiten wir daran, Jazzy klar zu machen, dass sie nicht auf uns aufpassen muss. Es reicht ja, wenn sie bei unserer Abwesenheit Haus und Garten hütet. Im Wald blieb sie kürzlich aus vollem Lauf heraus stehen, streckte die Nase in den Wind und begann zu knurren. Natürlich war auch ich gleich alarmiert, dachte es kommt jemand - aber nichts war zu sehen. Ich muss nämlich tüchtig aufpassen, wenn Jogger, Walker oder Radler unseren Weg kreuzen. Da muss ich sie rechtzeitig zu mir rufen, was altersbedingt zur Zeit nicht hundertprozentig klappt. Kam sie bis vor kurzem noch begeistert angelaufen, überlegt sie sich jetzt schon mal, ob es sich auch lohnt, zu Frauchen zu laufen. Solange Ilka dabei ist, ist Freilauf gar kein Problem, schließlich orientiert sie sich an Ilka. Die ist zuverlässig abrufbar und kommt sofort. Ist man mit Jazzy allein unterwegs, empfiehlt es sich doch sehr, eine Schleppleine einzusetzen. Ja, der kleine Hund muss noch ganz viel lernen. Beim Welpentreff gehört sie mittlerweile bereits zu den "Größeren" - dabei spielt sie am liebsten mit den kleineren Rassen oder Mixen. Eine gleichaltrige Briardhündin ist ihr nicht ganz geheuer. Zu Ilka`s Trainingsstunden nehme ich sie nicht mehr mit. Da ist sie jetzt recht anstrengend, will mitmachen und protestiert, wenn sie warten muss. Das wiederum lenkt Ilka ab. Also muss Klein-Jazzy auch mal ein bis zwei Stunden allein zu Hause bleiben. Leider hatte sie sich bereits einen Zwingerhusten eingefangen, der glücklicherweise inzwischen abgeklungen ist. Ab morgen darf sie wieder mit anderen spielen. Ja, was gibt es sonst noch Neues? Die ersten Zähnchen hat sie verloren. Nun warten wir darauf, dass auch die nadelspitzen Eckzähne ausfallen. Obwohl sie eine gute Beißhemmung aufgebaut hat, muss man als Mensch beim Zergeln doch noch etwas vorsichtig sein. Da kann es schon mal etwas ruppiger zugehen. Aber sonst ist sie eine Schmusebacke, ist sehr anhänglich, läßt sich überall anfassen und bürsten bzw. kämmen. War sie noch vor kurzer Zeit gar nicht begeistert vom Augensäubern oder Zahn- bzw. Ohrenkontrolle, so ist das jetzt gar kein Problem mehr. Zwischenhundlich läuft es nach wie vor gut, obwohl Ilka sich längst nicht mehr soviel gefallen lässt wie anfangs. Zwar erduldet sie noch immer einiges - aber den Babybonus hat Jazzy nun nicht mehr.

 

In den nächsten Wochen werden wir (hoffentlich erfolgreich) weiter an Jazzy`s Erziehung arbeiten. Den nächsten Bericht gibt es zum Ende des Jahres.

 

1.11.2009 bis Ende Dezember 2009

Nun ist Jazzy ein halbes Jahr alt und hat sich weiterhin prächtig entwickelt. Noch immer gehen wir zweimal wöchentlich zum Welpentreff in die Youngster-Gruppe, wo sich Jazzy so richtig unter ihresgleichen austoben kann. Das Spielverhalten hat sich grundlegend geändert. Zur Zeit stehen Rennspiele bei ihr ganz hoch im Kurs. Es ist interessant zu beobachten, wie unterschiedlich sich die einzelnen Hunde, mit denen Jazzy von Beginn an zusammen ist, entwickeln. Der eine rauft gern, der nächste macht Beute und will für sich allein bleiben und der dritte stört gern das Spiel von zwei anderen. So inszeniert Jazzy halt gern Rennspiele und sucht sich immer wieder einen Partner hierfür. Mit erwachsenen Hunden, egal welcher Größe gibt es ebenfalls keine Probleme. Es sei denn, sie wird mal grad von einem Briard gerüffelt - da bleibt sie dann doch lieber etwas auf Abstand. Bekanntschaft mit den Katzen unserer Tochter konnte sie inzwischen auch machen. Wir waren bei der Zusammenführung erst einmal noch etwas vorsichtig und haben Jazzy an der langen Leine gelassen. Sie fand es schon spannend und hätte die Katzen zu gern etwas aufgemischt. Dazu haben wir es aber nicht kommen lassen. Leider wohnen Tochter und Katzen etwas weiter von uns entfernt, so dass die Gelegenheit zur Gewöhnung nicht optimal ist. Das war bei Ilka etwas einfacher - zu der Zeit wohnten die Katzen noch bei uns im Haus.

Die erste Urlaubsreise hat Jazzy nun auch machen dürfen. Über den Jahreswechsel 2009/2010 sind wir nach Dänemark gefahren und haben wetterbedingt auf dem Hinweg eine Zwischenübernachtung in Schleswig-Holstein gehabt. Die lange Autofahrt, das erste Mal im Hotel und dann noch den Restaurantbesuch im Hotel-Weihnachtsgeschäft hat sie vorbildlich gemeistert. Die Weiterfahrt zu unserem Ziel hat sie weitgehend verschlafen - aber nachdem wir angekommen waren, waren weder Jazzy noch Ilka zu halten. Der Bewegungsdrang war groß. In der folgenden Woche konnten sich beide in der weitläufigen Dünen- und Heidelandschaft austoben. Was sie auch total genossen haben. Am Strand konnten wir uns leider dieses Mal nicht so lange aufhalten. Ilka als Wasserratte geht auch bei minus 6 Grad ins Wasser. Da ist der Hund natürlich im Nu gefroren und es heißt dann, schnell nach Hause und ab ins Warme. Also gab es dieses Vergnügen in diesem Urlaub nur dreimal. Jazzy war die Nordsee nicht so ganz geheuer. Die blieb lieber auf dem Sand und hat mit einigen der Hunde gespielt, die einem regelmäßig dort begegnen. Silvester hat Jazzy auch zum ersten Mal erlebt. Da in den Feriengebieten erfahrungsgemäß recht viel geballert wird, haben wir rechtzeitig die Vorhänge zugezogen und den Fernseher etwas lauter angestellt. Unsere beiden Hunde waren während der Knallerei ganz entspannt und haben geschlafen.

Nun hat uns der Alltag wieder. Demnächst beginnt der Erziehungskurs, wo Jazzy zusammen mit einigen ihrer Welpenbekanntschaften gutes Benehmen beigebracht wird (hoffentlich:-)). Ich bin diesbezüglich sehr zuversichtlich - ist sie doch immer begeistert bei der Sache und läßt sich zu gern zu Aktivitäten animieren.

Bald geht es mit Berichten weiter......................................................................................

 

Januar 2010  bis März 2010

 

Inzwischen ist Jazzy vom Welpen zum Junghund herangewachsen. Sie hat sich toll entwickelt und sieht nun aus wie ein "richtiger" PON. Die Grunderziehung in der Hundeschule haben wir erfolgreich fast abgeschlossen. Nur mit der Leinenführigkeit mühen wir uns nach wie vor ab. Der lange Winter hat uns diesbezüglich etwas zurückgeworfen, weil es aufgrund der Glätte, Schnee und Eis sowie gesalzener Bürgersteige und Wege einfach nicht möglich war, konsequent zu üben. Das wird jetzt nachgeholt! Im Erziehungskurs benimmt sich Jazzy vorbildlich, so dass wir häufig ein Lob ernten. Natürlich machen wir auch gewissenhaft unsere "Hausaufgaben", die es in schriftlicher Form nach jeder Stunde gibt. Diverse Außentermine wie z.B. einen Besuch im Tierpark, in der Stadt und am Bahnhof haben wir auch hinter uns. Gar nicht so einfach mit neun Jungspunden. Jazzy ist die Kleinste unter ihren Altersgenossen. Aber sie behauptet sich zwischen Briard, Labrador, Rhodesien Ridgeback, Bouvier, Schweizer Sennenhund, Flat Coated Retriever, Golden Retriever und Springer Spaniel. Ich selbst muss manches Mal wegschauen, wenn die Meute tobt (da habe ich doch etwas Angst um meine "Kleine"). Demnächst geht es dann weiter mit einem Beschäftigungskurs, in dem alles bisher Gelernte noch weiter gefestigt und durch neue Übungen ergänzt wird.  Großen Spaß machen uns immer unsere gemeinsamen Spaziergänge mit beiden Hunden. Jazzy ist irre schnell und kann wie ein Känguruh hüpfen. Freilauf ist weder mit Ilka noch mit Jazzy ein Problem - beide hören ausgesprochen gut und sind in fast jeder Situation abrufbar. Jazzy ist total glücklich, wenn wir auf andere Hunde treffen. Die bespielt sie ausgiebig. Sie umgarnt sogar ältere Rüden, die sich tatsächlich noch auf ein Rennspiel einlassen:-) Das ist so gar nicht Ilka`s Ding. Die will mit ihrem Bällchen spielen und ansonsten möglichst ihre Ruhe haben. Der Besuch von Ilka-Tochter Aleyka-Wilma hat Jazzy darum sehr gefreut. Die beiden haben getobt und gespielt, was Ilka letztlich ignoriert hat.  Jetzt freuen wir uns auf den Mai, wo Jazzys Züchter ein Sommerfest mit vielen PONs ausrichten. Dort werden wir hoffentlich auch einige ihrer Geschwister antreffen.

Diverse Fotos der letzten drei Monate sind in der Galerie unter Jazzy zu sehen.

 

April 2010 bis Dezember 2010

Viel hat sich im Laufe der letzten Monate ereignet. Jazzy ist nun ganz erwachsen (zumindest was die Größe angeht). Obwohl Jazzy recht klein für eine PON-Hündin ist, hält sie sich selbst für ziemlich groß. Gerne markiert sie über Ilka, drängelt sich vor ihr durch die Tür oder stellt sich auch schon mal in T-Stellung quer. Ilka toleriert alles mit geduldiger Gelassenheit. Wenn es ihr tatsächlich mal über die Hutschnur geht, weist sie die Kleine dann aber doch in ihre Schranken, so dass diese sich sofort auf den Rücken wirft - frei nach dem Motto "ich bin doch noch so klein......."

Der Hundeplatz ist nach wie vor unser zweites Zuhause. Nach erfolgreich abgeschlossener Grunderziehung und einem Beschäftigungskurs üben wir zur Zeit Agility. So, wie es aussieht, wird das wohl ihr Sport werden. Völlig begeistert durchläuft sie den Parcour. Etwas Obedience, Flyball, Kopfarbeit sowie Spiel und Spaß umfasst das Offene Treffen für Beschäftigung, wo wir einmal wöchentlich in einer festen Gruppe trainieren. Jazzy hat keine Probleme bei Begegnungen mit anderen Hunden, egal ob Rüde oder Hündin. Jeder wird gnadenlos bespielt. Bisher schaffte sie es immer, auch zurückhaltende Hunde aus ihrer Reserve zu locken. Bei Begegnungen mit fremden Menschen verhält sie sich allerdings sehr zurückhaltend. Wird sie ignoriert, nimmt sie von sich aus nach kurzer Zeit Kontakt auf. Wird sie dagegen von Menschen bedrängt oder sofort angefasst, tut sie ihren Unmut durch Knurren und zurückweichen kund.

Im Mai 2010 waren wir für einige Tage in Hof, um an einem PON-Treffen bei Jazzy`s Züchterin teilzunehmen. Leider war das Wetter nicht wirklich schön, so dass man sich bei Temperaturen von ca. 5 Grad nicht lange draußen aufhalten mochte. Das nachfolgende Foto zeigt Mutter und Tochter, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen.


Ende Juli mussten wir uns auf eine ganz neue Situation einstellen. Ilka`s Kreuzband des rechten Hinterlaufes riss und musste operiert werden. Ganz langsam hatte sie in den folgenden drei Monaten wieder fast ihre alte Kondition erreicht, als am 1.11.10 das Kreuzband des linken Beines riss. Das bedeutet für uns doppelte Spaziergänge, denn Ilka darf momentan nicht mehr als 10 Minuten am Stück laufen. Jazzy dagegen braucht natürlich ihren gewohnten Auslauf. Da sind wir Menschen gut beschäftigt. Aber die Hauptsache ist, dass Ilka zu ihrer alten Form zurück findet. Da ist Geduld angesagt. Mit zwei Hunden ist eben immer etwas los. Trotzdem sind wir sehr glücklich mit unseren Beiden, die von Aussehen, Statur und Quarakter völlig unterschiedlich sind. Für sie nehmen wir gerne manche Unbequemlichkeit auf uns. Hauptsache, den Hunden geht`s gut :-)

Das Tagebuch ist hiermit geschlossen.